Besuch der Stefan-Morsch-Stiftung 

Am 06. Mai 2026 startete der Leistungskurs Biologie (Sf) der MSS 12 um 7:20 Uhr zur Exkursion nach Birkenfeld.

Ziel der Fahrt war die Stefan-Morsch-Stiftung, um die im Unterricht erarbeiteten Inhalte aus dem Leitthema Genetik und vor allem dem Themengebiet Gentechnik in der praktischen Anwendung zu erleben. Nach der Ankunft wurden die Schülerinnen und Schüler in der Stiftung willkommen geheißen und erhielten zunächst einen informativen Überblick über die Arbeit, die Strukturen und die Ziele der Einrichtung.  Die Stefan-Morsch-Stiftung ist die erste Stammzellspenderdatenbank in Deutschland und sie hat es sich zur Aufgabe gemacht, für an Knochenkrebs erkrankte Personen einen passenden Spender zu finden.

Im Anschluss folgte deshalb ein thematischer Vortrag zu HLA-Markern und Typisierungsmethoden. Dr. Marco Schäfer erklärte, warum das hochvariable HLA-System in der Transplantationsmedizin eine zentrale Rolle spielt und wie Typisierungen helfen, passende Spenderinnen und Spender zu identifizieren. Die Darstellung zeigte, wie theoretisches Wissen in konkrete Diagnostikprozesse überführt wird und woran gerade aktuell geforscht wird. Beide Vorträge machten deutlich, welche gesellschaftliche und medizinische Relevanz molekulargenetische Forschung und Diagnostik heute besitzen.

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Fotos: Gottwald, Schäfer, Gottwald

Der Höhepunkt des Tages war der Einblick in den Laboralltag. Während einer Führung durch die unterschiedlichen Arbeitsbereiche lernten die Teilnehmenden die praktische Durchführung der DNA-Isolation und Polymerasekettenreaktion kennen und konnten an bestimmten Stationen selbst aktiv werden. Die anschließende Gelelektrophorese machte die Amplifikate sichtbar. Ergänzend vertieften Pipettierübungen das Gefühl für präzises Arbeiten im Mikroliterbereich

Fluoreszenz.Next Generation Sequenzer Nano Poren Seuenzierung
Fluoreszenz-, Next Generation- und Nanoporen-Sequenzierung (Fotos: Gottwald)

Die Demonstration moderner Sequenziertechnologien ergänzte die im Unterricht erarbeiteten Methoden wie der Fluoreszenz-Sequenzierung und machte anhand eines Next-Generation-Sequenzierers deutlich, welch große Datenmengen parallel erzeugt und bioinformatisch ausgewertet werden können. Daran schloss sich ein Blick auf Third-Generation-Verfahren an, mit einem Fokus auf die Nanoporen-Sequenzierung. Die Schülerinnen und Schüler erfuhren, wie diese Technologie besonders lange Reads in Echtzeit liefert und damit neue Perspektiven für Forschung und Diagnostik eröffnet.

Für die Schüler/innen war es gewinnbringend, nach der Theoriephase die Methoden im Labor selbst zu erleben. Darüber hinaus erhielten sie Einblicke in Berufsprofile und Studienwege im naturwissenschaftlichen Bereich. Und selbst für die begleitenden Lehrerinnen Beate Gottwald und Stefanie Schäfer war es sehr spannend, die aktuellen Sequenziertechnologien in der praktischen Anwendung kennenzulernen.

Wir danken dem Team der Stefan-Morsch-Stiftung für diese Gelegenheit!

Text: Stefanie Schäfer

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