„Prüfen – Rufen – Drücken“: Siebtklässler üben sich als Lebensretter
Im Rahmen der diesjährigen Gesundheitswoche (20.04.-24.04.2026) tauschten die 7. Klassen ihre Schulbücher gegen Reanimationspuppen.
Unter der Leitung von Angelika Kaeß, Rebecca Reuter und Anne Stoll-Berberich sowie mit tatkräftiger Unterstützung verschiedener Schülerinnnen und Schüler der Schulsanitätsdienst-AG stand ein entscheidendes Thema auf dem Plan: Wie leiste ich im Notfall erste Hilfe?

Zu Beginn der Doppelstunde herrschte bei vielen SchülerInnen noch Skepsis. Eine kurze Abfrage zeigte ein klares Bild: Zwar hatten viele schon einmal etwas über Erste Hilfe gehört, doch die Mehrheit fühlte sich unsicher oder wusste gar nicht, wie man im Ernstfall reagiert. Nur eine kleine Gruppe traute sich zu, sofort aktiv zu werden.

Bevor es an die Praxis ging, wurde die Theorie unter die Lupe genommen. Was passiert eigentlich bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand? Gemeinsam wurde erarbeitet, wie das Herz-Kreislauf-System funktioniert und warum jede Sekunde zählt, wenn es zu einem Herz-Stillstand kommt. Vor dem Hintergrund dieses Wissens leiteten die SchülerInnen logisch ab, welche Maßnahmen bei einer Reanimation Priorität haben.

Nach der Theorie folgte der praktische Teil: An Übungspuppen durften alle selbst Hand anlegen: Der Ablauf einer Reanimation wurde Schritt für Schritt trainiert – vom korrekten Rhythmus der Herzdruckmassage bis hin zum sicheren Absetzen eines Notrufs. Die Mitglieder der Schulsanitätsdienst-AG standen ihren MitschülerInnen dabei mit Tipps und eigenen Erfahrungen zur Seite.

Am Ende erklärten die meisten TeilnehmerInnen, dass sie sich nun deutlich sicherer fühlen. Die anfängliche Angst, etwas falsch zu machen, wich der Erkenntnis, dass man nur eines falsch machen kann: nichts zu tun. Dank der intensiven Betreuung trauen sich die meisten Siebtklässler nun zu, in künftigen Notsituationen mutig einzugreifen und Leben zu retten.
Text und Fotos: A. Stoll-Berberich