„Space Engineer for a Day“

Vom 17. bis 19. Juni 2026 nahm das deutsche CanSat-Siegerteam PHOENIX vom Megina Gymnasium Mayen am internationalen „Space Engineer for a Day“-Event der Europäischen Weltraumorganisation ESA teil.

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Am Europäischen Weltraumforschungs- und Technologiezentrum ESTEC im niederländischen Noordwijk kamen die Gewinnerteams aus 26 Ländern zusammen, um die Welt der Raumfahrt aus nächster Nähe kennenzulernen und einen Einblick in die Arbeitsweise von Raumfahrtingenieurinnen und Raumfahrtingenieuren zu erhalten.

Beim CanSat-Wettbewerb entwickeln Schülerteams einen Satelliten in der Größe einer Getränkedose und durchlaufen dabei viele Schritte eines echten Raumfahrtprojekts – von der Missionsplanung über die Konstruktion bis hin zur Datenauswertung nach dem Flug. Für die Siegerteams der 26 teilnehmenden Länder bildet das Event in den Niederlanden den Höhepunkt der Reise. Mit dem Sieg im deutschen Wettbewerb sicherte sich das Team PHOENIX mit Betreuer Michael Sexauer die Teilnahme am internationalen Abschlussevent der ESA.

Zum Auftakt der Veranstaltung trafen 126 Schülerinnen und Schüler sowie 39 Betreuer aus ganz Europa und Kanada erstmals aufeinander. Während der Eröffnungsveranstaltung präsentierten sie ihre CanSat-Projekte und tauschten Erfahrungen aus. Für das Team PHOENIX bot sich dabei die Gelegenheit, die vielfältigen Ansätze der anderen Siegerteams kennenzulernen und ihre eigenen zu präsentieren.

Der zweite Veranstaltungstag führte die Teilnehmenden ins ESTEC, das technische Zentrum der ESA. In Fachvorträgen erhielten die Schülerinnen und Schüler Einblicke in die europäische Raumfahrt sowie in die Entwicklung von Raumfahrtmissionen. ESA-Expertinnen und -Experten erläuterten dabei unter anderem die sogenannte Concurrent-Design-Methode, bei der Spezialistinnen und Spezialisten verschiedener Fachrichtungen gemeinsam neue Missionskonzepte entwickeln.

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Ein weiterer Höhepunkt war die Poster-Session, in der die Teams ihre CanSat-Missionen interessierten Experten der ESA im Detail präsentierten.

Am Nachmittag erkundeten die Teilnehmenden das ESTEC bei einer Schnitzeljagd und einer Führung durch verschiedene Einrichtungen des Forschungszentrums. Dabei konnten sie Raumfahrttechnik aus nächster Nähe erleben und mehr über die Entwicklung europäischer Missionen erfahren.

Besonders praxisnah wurde es anschließend im Concurrent-Design-Workshop. In internationalen Gruppen entwickelten die Schülerinnen und Schüler eigene fiktive Raumfahrtmissionen. Dabei übernahmen sie verschiedene technische Rollen und arbeiteten gemeinsam an der Definition von Missionszielen, Anforderungen und Lösungsansätzen. Die Aufgabe orientierte sich an den Methoden, die auch bei der Planung realer ESA-Missionen eingesetzt werden, und vermittelte einen authentischen Eindruck moderner Raumfahrtentwicklung.

Am letzten Veranstaltungstag präsentierten die Gruppen ihre erarbeiteten Missionskonzepte. Anschließend erhielten die Teilnehmenden Einblicke in die vielfältigen Berufsmöglichkeiten innerhalb der Raumfahrtbranche. Expertinnen und Experten aus unterschiedlichen Bereichen der ESA stellten ihre Tätigkeitsfelder vor und beantworteten Fragen zu unterschiedlichsten Karrierewegen. In einem interaktiven Workshop schlüpften die Schülerinnen und Schüler selbst in verschiedene Rollen innerhalb einer Raumfahrtmission und erfuhren, wie viele unterschiedliche Fachrichtungen zum Erfolg eines Projekts beitragen.

Neben den fachlichen Programmpunkten spielte auch der internationale Austausch eine wichtige Rolle. Während der drei Tage entstanden zahlreiche Kontakte zwischen den Teams, die durch ihre gemeinsame Begeisterung für Wissenschaft, Technik und Raumfahrt verbunden waren. Die Veranstaltung verdeutlichte eindrucksvoll, wie wichtig Zusammenarbeit über Länder- und Fachgrenzen hinweg für die Raumfahrt ist.

Für das Team PHOENIX stellte die Teilnahme am „Space Engineer for a Day“-Event einen besonderen Abschluss des erfolgreichen CanSat-Wettbewerbs dar. Die gewonnenen Einblicke in die Arbeit der ESA, die Begegnungen mit Expertinnen und Experten sowie der Austausch mit den anderen Siegerteams werden den Teilnehmenden noch lange in Erinnerung bleiben und sie auf ihrem weiteren Weg begleiten.

Text und Fotos: Franz Simon

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